Sommersemester 2008
Raum: A09 0-004 (Studio E)
Obwohl auf deutschem Boden seit mehr
als 60 Jahren keine kriegerischen Auseinandersetzungen stattgefunden
haben, sind Kriege für die Menschen hier
trotzdem immer noch ein omnipräsentes Thema - dafür sorgen
die Massenmedien,
die tagtäglich in den Nachrichten und in Dokumentationen über
vergangenes und
gegenwärtiges Kriegsgeschehen in aller Welt informieren.
Darüber hinaus holen sich etliche Menschen in ihrer Freizeit den "fiktiven
Krieg" freiwillig via TV und PC ins heimische Wohnzimmer: Ob Kriegs- und
Unterhaltungsfilme wie Pearl Habour, Der Soldat James Ryan, Stalingrad,
Braveheart, Stars Wars und Der Herr der Ringe oder Computerspiele wie Total War
oder eines der zahllosen geächteten "Ballerspiele": der Krieg hat
auch bei uns Hochkonjunktur - zumindest auf fiktionaler Ebene.
In all diesen modernen massenmedialen Kriegsproduktionen spielt die
akustische Ebene eine wichtige Rolle und beeinflusst die Rezeption erheblich.
Was wären Star-Wars-Gefechte ohne die summenden, brummenden Lichtschwerter von
Darth Vader, Obi-Wan-Kanobi und Co? Ein lautloser Angriff des Tolkienschen
Ork-Heeres? Undenkbar. Und wer ein Ego-Shooter-Game ohne Ton spielt verliert im
virtuellen Raum schnell die Orientierung.
Im Seminar wird es vor allem darum gehen, akustische Klangkulissen (Musik,
Geräusche, Sounds) in ausgewählten Spielfilm- und Computergamesequenzen, in
welchen Kriegshandlungen dargestellt/gespielt werden, zu analysieren.
Anschließend soll kritisch überdacht werden, welche Funktionen diese Klänge im
Gesamtkonzept der Produktion übernehmen.
Wintersemester 2007/2008
Bis in die 1980er Jahre hinein versuchten Soziologen Formen
jugendlicher Vergemeinschaftung in den theoretischen
Entwürfen ‚Peer-Group’, ‚Milieu’ oder ‚Subkultur’ zu erfassen. Heute dominieren
‚Kulturwelt’-, ‚Jugendkultur’- und ‚Szene’-Konzepte die sozialwissenschaftliche
Debatte um jugendliche Kollektivierungsformen. Die neuen Begriffe
berücksichtigen aktuelle gesamtgesellschaftliche Veränderungen wie
Individualisierungs- oder Mediatisierungstrends, die auf die Lebenswelten der Heranwachsenden und jungen Erwachsenen
zurückschlagen und Auswirkungen auf ihre Gesellungsformen haben.
Im Seminar soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Welche
soziologischen Konzepte über jugendliche
Vergemeinschaftungsformen gab und gibt es überhaupt? Wo bestehen
Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen theoretischen Erklärungsansätzen und
wo manifestieren sich Unterschiede? Besitzen heutige soziologische Konzepte
Praxisrelevanz oder gehen sie weitgehend an jugendkulturellen/szenischen
Realitäten vorbei? Welche Bedeutung kommt (Pop-) Musik in Jugendkulturen und
Szenen zu? Berücksichtigen die vorgestellten Modelle die Rolle und Funktionen
von (Pop-)Musik und falls ja, auf welche Art und Weise?
Die aktive Mitarbeit der StudentInnen am Seminar ist ausdrücklich erwünscht! Beiträge über einzelne Sub- und Jugendkulturen oder Szenen (z.B. Hip Hop, Techno, Hardcore, Metal, Hippies oder Punk) sind ebenso denkbar wie Referate mit theoretischem Schwerpunkt (z.B. über Szene- oder Subkultur-Konzepte). Ein Schein-Erwerb (BA, MA, Mag., Lehramt) ist möglich, Vortragsthemen hierfür, gerne auch eigene Vorschläge, können ab sofort mit mir abgesprochen werden.